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Ransomware-Lagebild KW 37/2026: Eine leichte Zunahme, aber stabil weiterhin hohe Fallzahlen

Fälle mit Deutschlandbezug laut ransomware.live in der Kalenderwoche 37/2026 (02. bis 09. September) betragen insgesamt acht – ein leichter Anstieg gegenüber den sieben Fällen in der Vorwoche (KW 36/2026). Der durchschnittliche Wochendurchschnitt der letzten 30 Tage liegt bei 12,6 Fällen. Die aktuelle Wochenzahl ist zwar niedriger als der Monatsschnitt, aber deutlich höher als die vergleichsweise ruhige Vorwoche. Die 30-Tage-Summe der letzten Woche (8 Fälle) liegt damit deutlich über dem Durchschnitt, was auf eine ziemliche Zufallsverteilung der Ereignisse hindeutet.

Welche Branchen betroffen sind

In dieser Woche waren insgesamt sechs Branchen mit Ransomware-Fällen betroffen. Die folgenden Branchen haben sich gegenüber der Vorwoche verändert:

Branchen ohne neue Fälle in dieser Woche sind Professional Services, Technology, Transportation, Agriculture and Food Production, Energy & Utilities, Financial Services, Government & Defense und Hospitality. Die Anzahl der Branchen mit Fällen ist auf sechs gestiegen, was zeigt, dass sich die Bedrohung weiter verbreitet.

Welche Gruppen aktiv waren

In dieser Woche sind insgesamt sieben Tätergruppen aktiv gewesen, wobei die Gruppe „everest“ zuletzt nicht in den Deutschland-Daten auftauchte. Die aktiven Gruppen und ihre Fallzahlen:

Was das für die Praxis heißt

Obwohl es sich bei den aktuellen Zahlen um eine leichte Zunahme handelt, ist die Gesamtzahl der Fälle weiterhin hoch. Die Tatsache, dass es in dieser Woche sechs Branchen mit Fällen gab – insbesondere Manufacturing und Education, die bisher nicht so stark betroffen waren – zeigt, dass sich Ransomware-Angriffe weiter verbreiten und auch in Bereiche eindringen, die man nicht unbedingt als kritisch einstuft.

Die aktive Gruppe „everest“ ist zuletzt nicht in den Deutschland-Daten aufgetaucht – was bedeutet, dass sie entweder nicht aktiv ist oder sich geändert hat. Die Tatsache, dass es sieben Gruppen gibt, die aktiv waren, zeigt, wie komplex das Bild ist und dass es schwierig wird, sich auf wenige Gruppen zu konzentrieren.

Für Unternehmen bedeutet das: Backups müssen offline und regelmäßig getestet sein, Fernzugriff muss mit MFA geschützt sein, der Patchstand muss auf dem neuesten Stand sein und es muss ein geübter Notfallplan mit geklärten Meldewegen geben. Die aktuelle Lage zeigt, dass man sich nicht auf wenige Gruppen konzentrieren kann – sondern eine breite Verteidigungsstrategie anwenden muss.

Einordnung der Datenlage

Die Zahlen stammen ausschließlich von ransomware.live, einer Plattform, auf der Tätergruppen ihre Selbstdarstellungen veröffentlichen. Die Daten sind somit Selbstauskünfte der Tätergruppen und nicht unabhängig geprüft. Die Länderzuordnung ist fehleranfällig, weshalb man sich auf aggregierte Zahlen verlassen muss. Die Wochenzahl ist klein und schwankt stark, weshalb man sich nicht auf eine einzelne Woche verlassen kann. Die Einordnung der Datenlage muss daher immer im Kontext des 30-Tage-Schnitts und der Wochenzahl erfolgen. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Lage stabil ist, aber auch, dass man sich nicht auf wenige Gruppen konzentrieren kann.

Branchen im Wochenvergleich

BrancheDiese WocheVorwocheDifferenz
Ohne Branchenangabe21+1
Manufacturing20+2
Other110
Retail & E-Commerce110
Education10+1
Healthcare10+1
Professional Services02-2
Technology01-1
Transportation01-1

Ohne neue Fälle in dieser Woche: Professional Services, Technology, Transportation, Agriculture and Food Production, Energy & Utilities, Financial Services, Government & Defense, Hospitality.

Datenbasis: 2026-09-02 bis 2026-09-09, Vergleichswoche 2026-08-26 bis 2026-09-02. Quelle: ransomware.live. Die Einträge beruhen auf Selbstauskünften der Tätergruppen auf deren Leak-Seiten. Sie sind nicht unabhängig verifiziert, die Länderzuordnung ist fehleranfällig, und einzelne Fälle können falsch oder veraltet sein. Es werden bewusst keine Unternehmen genannt.